Über mich

Portrait von Greta Znojemsky

Wenn man meine Arbeiten anschaut, glaubt man vielleicht es gibt sehr unterschiedliche Zugänge. Das aber ist eine Täuschung, weil alles eine Welt ist. Mich interessieren verschiedene Lebenszugänge. Deswegen arbeite ich auch mit vielen Techniken und Materialien. Auch mit Fotografie.

Oft ist das Konzeptionelle zuerst da, anschließend entstehen die Arbeiten. Meistens aber bin ich auch gleichzeitig prozesshaft an mehreren Bildern und Skulpturen zugange. Die Arbeit im Dreidimensionalen: „Tast- und Schauobjekte“ aus Stein, Alabaster, Papier, Papiermaché, Holz, Gebrauchsgegenständen, Gefundenem, Zufälligem.

Seit der Kindheit sind Reisen in fremde Länder Impulsgeber. Reisen führen aber auch in innere Welten zur Erforschung unbewusster Bereiche. Ich grabe gerne in meine eigene Tiefe, aber ich lasse mich auch von aktuellen gesellschaftlichen Themen berühren.

Ich tauche in Prozesse ein, die in Bildfolgen und Serien ihren Ausdruck finden. Gegensätze ziehen mich an. Oft entstehen daher Paare oder Triptychen. Auch das Zerlegen in kleine Teile ist manchmal ein wichtiger Vorgang, weil alles wieder neu zusammensetzt werden kann.

Wichtigstes Anliegen ist aber Diversität, Wachsamkeit dem Zufälligen gegenüber, Bereitsein für den Zufall. Ein Bewusstsein den Ressourcen gegenüber und die Wiederverwertung von Dingen und Materialien.

Vita

1950Geboren in Wien gemeinsam mit einem Zwillingsbruder
1968 – 1972Studium an der Hochschule für Angewandte Kunst, Meisterklasse für Grafik, Wien
1972Diplom, Magistra artium
Stipendium für Studienaufenthalt in Paris
1973 – 1977Studium der Kunstpädagogik an der Akademie für Bildende Künste, und der Universität, Wien
1976Begabtenstipendium der Akademie f. Bildende Künste
1977Sponsion, Magistra artium
1987Beginn der Leitung von künstlerischen Seminaren und Workshops
1993 – 2011Künstlerische Arbeit im „Windspiel“- Laboratorium für Kreativität und Schatzgräberei; 1993 als Experimentierstätte und Freiraum gegründet.
2001 – 2012Gründung der Windspiel Galerie im Jahr 2001. Leitung der Galerie als Plattform, Kunstort und Interventionsraum für interkulturelle Projekte.
Mitglied von IG Bildende Kunst. Mitglied von eop - Emergence of Projects, ein transdisziplinäres Netzwerk von Menschen aus Kunst und Wissenschaft. Mitglied des Künstlerhauses.